Am 3. September 2005 war es so weit. Nach vielen Diskussionen um das Thema gemeinsames Schrauben und die Begriffe Schrauberparty, reparaturparty und Werkstattparty trafen sich die Mitglieder von Jörgs-Güllepumpen-Foren zur ersten Güllepumpen-Schrauber-Party in Hörstel.

Auszug der Webseite von Hörstel (www.hoerstel.de): Bevergern, Dreierwalde, Hörstel und Riesenbeck - seit dem Jahre 1975 bilden diese vier Gemeinden im Tecklenburger Land die Stadt Hörstel.
Die münsterländische Parklandschaft und der hier beginnende Teutoburger Wald mit dem 96 Meter hohem Huckberg prägen das ländliche Erscheinungsbild Hörstels.

Im Ortsteil Bevergern, wo Jörg mit seine Frau Claudia und Jörgs Eltern auf einem Bauernhof leben sollte es also statt finden. Ao kam es, dass im Laufe des Morgens die Schrauberwilligen eintrudelten. so standen fünf Steuerkettenreparaturen, ein Lichtmaschinenproblem, ein Elektrikproblem und einige andere Reparaturen an. Bestens versorgt durch Jörg und Claudia, die keine Mühe gescheut haben uns bei Laune zu halten ging es also ab 9:00h los.

Unser Ausrüster Volkhart Menzel vom Biker’s Net Shop war schon da und brachte uns die nötigen Ersatzteile. Eigentlich wollte er ja dann sofort fahren, weil  er und seine Frau noch was vor hatten, aber es kam anders.

Den Wettbewerb “zuerst geöffneter Motor” hatte eindeutig Sascha gewonnen, was allerdings nicht viel half, wie sich am Abend herausstellte. Aber er muss ja auch immer übertreiben. nicht nur dass seine Güllepumpe (eine GL 500) die dreckigste unter allen war, nein, ein zweiter Motor wurde zwecks Reparatur auch gleich mitgebracht. Und bei all dem nicht genug, stand er im Laufe des Tages hier und da mit Hand und Rat zur seite, so dass der offene Ersatzmotor erst gegen 18:00h in seine GL eingebaut wurde. Und dann kam es wie es kommen musste. Erster Gang drin, also erst mal Leerlauf rein. “KLONG” aus dem Getriebegehäuse und wieder was gelernt: “vor dem Einbau des Motors alle Gänge durchschalten!”. Diese Information von Björn ist auf immer und Ewig in Saschas hirn gebrannt.

Ähnliches durfte auch Klaus Hautmann erleben, der, an dieser Stelle sei es nochmal erwähnt, als Schrauberneuling den größten Respekt verdient. Doch leider war der Motor nach dem Einbau nicht dicht. also, alles wieder raus und die noch feuchte Dichtmasse verstärkt. Und siehe da, der Motor lief nach dem Einbau wie eine eins.

Uwe hatte auch Pech, doch da war es nur die Gummidichtung des Wasserpumpengehäuses. Sah schon interessant aus, wie das Kühlwasser genauso schnell herauslief, wie es vorher in den Motor hineingekippt wurde. Das war dann aber sehr schnell behoben. So kann Uwe als Güllepumpenneuling ebenfalls mit stolz geschwellter Brust behaupten, dass seine Euro als erstes mit einer neuen Steuerkette auf dem Platz stand. Wobei man sagen muss, dass Uwe sehr skeptisch war bei der neuen Geräuschkulisse. Das charakteristische “Rasseln” war weg.

Björn hatte nur wenig zu schrauben. Ein kleines Elektrikproblem, dass schnell gelöst war. Danach stand er als “Schrauber-Engel” mit all seinem Werkzeug und seinem Wissen zur Seite.

Und Sascha saß gefrustet in der Ecke... Und Volkhart Menzel war immer noch da, inzwischen allerdings mit öligen Händen, und einem freudigen Glanz in den Augen bei all dem Spaß.

Dank der tatkräftigen Hilfe gings aber doch weiter. Zunächst wurde jedoch gegrillt. Auch hier waren Jörg und Claudia perfekte Gastgeber. Und die “Essens-Flatrate” war super günstig. (hat das überhaupt zur Kostendeckung gereicht?)

Danach machten Björn und Sascha Motor Nummer 2 aus Saschas Fhrpark flott. In der Zwischenzeit baute Uwe mit weiteren Helfern den Motor aus dem Dreckstück (Saschas GL) wieder aus und brachten das Problem mit der Schaltwelle in Ordnung.

Die anderen konnten sich inzwischen bei Bier und Fachgesprächen dem gemütlichen Teil zuwenden. Um 24:00h hatte dann auch Sascha keinen Bock mehr zu schrauben und gesellte sich zur Feuerstelle.

So gegen 2:00h hatten sich dann auch die letzten schlafen gelegt. Ab 9:00h gabs am Sonntag dann ein super Frühstück unter freiem Himmel. Denn, was bisher nicht angesprochen wurde, das Wetter war super! Irgendwo zwischen 25 und 30°C am Samstag, keine Wolken in Sicht und perfekter blauer Himmel.

Inzwischen hatte Sascha als letzter seine Güllepumpe (allerdings nur provisorisch) zusammengebaut.

Alles war verladen, die Selbstfahrer hatten ihr Gepäck aufgeschnallt, die Andenken waren auch verteilt und um 11:00h waren dann auch die letzten weg.

Das Einzige, was wir doch tatsächlich vergessen haben war die Pokalverleihung. Aber die gehen noch per Post an die Preisträger, namentlich Björn Steinigeweg, der sich durch seine tatkräftige Hilfe den Titel “Schrauber-Engel” redlich verdient hat, und Klaus Hautmann, der trotz Rückschlägen alles top hinbekommen hat und für 2005 den Titel “bester Schrauber” trägt. (...die Plakette ist auf dem Weg zu Dir, Klaus...)

Und als Resümee der ganzen Aktion: Nächstes Jahr wieder.